RatgeberMarktanalyse

Diesel oder Benziner: Welcher Antrieb hält den Wert besser?

Die Restwertfrage zwischen Diesel und Benziner ist komplexer denn je. Wir analysieren die aktuelle Lage und geben Empfehlungen.

Sarah Schmidt··1 Min. Lesezeit

Die Restwert-Debatte: Diesel gegen Benziner

Lange galt der Diesel als der verlässliche Restwerthalter — besonders für Vielfahrer. Doch Umweltzonen, Fahrverbote und der E-Auto-Boom haben die Karten neu gemischt.

Aktuelle Restwertentwicklung

Die Daten zeigen ein differenziertes Bild:

  • Diesel-SUVs: Weiterhin stabile Restwerte, besonders bei Premium-Marken
  • Diesel-Kleinwagen: Deutlicher Wertverlust durch Umweltauflagen
  • Benziner-Kompaktklasse: Solide Restwerte, hohe Nachfrage
  • Benziner-Sportwagen: Sehr stabile bis steigende Werte

Der Umweltzonen-Faktor

In immer mehr Städten gelten Fahrverbote für ältere Diesel — das senkt die Nachfrage und damit den Restwert. Betroffen sind vor allem Euro-4- und teilweise Euro-5-Diesel.

Euro-6d-Diesel sind von aktuellen Fahrverboten nicht betroffen und halten ihre Restwerte vergleichbar mit Benzinern.

Wann lohnt sich welcher Antrieb?

KriteriumDieselBenziner
Jährliche Fahrleistung > 20.000 kmVorteil Diesel
StadtverkehrVorteil Benziner
Haltedauer < 3 JahreVorteil Benziner
Haltedauer > 5 JahreGleichaufGleichauf
WiederverkaufswertMarktabhängigStabiler

Fazit

Pauschal lässt sich die Frage nicht beantworten. Der Restwert hängt stark vom Segment, der Abgasnorm und dem regionalen Markt ab. Wer sein Fahrzeug in den nächsten Jahren verkaufen möchte, sollte den lokalen Markt beobachten und den Zeitpunkt klug wählen.

„Der Diesel ist nicht tot — aber er ist anspruchsvoller geworden. Wer die richtigen Rahmenbedingungen beachtet, fährt immer noch gut damit."

Sarah Schmidt

Redakteurin und Autoliebhaberin. Schreibt über aktuelle Trends im Automobilmarkt und gibt praktische Tipps für Autoverkäufer.